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Medizinisch geriatrische Abteilung mit Palliativstation und Abteilung für chronisch Kranke |
Beschäftigungstherapie
Auf einer eigens eingerichteten Therapiestation werden Fähigkeiten und Fertigkeiten von Patienten durch Basteln, Malen, Töpfern und Kochen gefördert.
Es ist spannend, ihnen zuzusehen. Wie sie plötzlich geschäftig hantieren, das Mehl abwiegen, den Eidotter mit Butter schaumig rühren, die Kuchenform mit Fett ausstreichung und warten, bis der Duft sich in der Küche ausbreitet, der Kuchen fertig ist, auskühlt und angeschnitten werden kann. Wo das alles stattfindet? Nicht etwa zu Hause, sondern auf der Medizinsch-Geriatrischen Abteilung des LKH Villach. Dort ist für Patienten eine eigene Therapiestation eingerichtet.
Hell, freundlich und vor allem bunt zeigt sich der Gemeinschaftsraum. Bunt vor allem deswegen, weil überall die von den alten Menschen gefertigten Produkte zu sehen sind. Seidenmalerei, Tontöpfe, Vasen, Obstschalen oder geknüpfte Teppiche werden in den Bastelstunden gefertigt. Ziel der Therapiestunden ist aber nicht nur, den Patienten den Aufenthalt auf der Medizinsch-Geriatrischen Abteilung so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, sondern ihnen handwerkliche Fähigkeiten wieder beizubringen. "Unsere Patienten sollen auf zu Hause vorbereitet werden", erklärt Prim. Dr. Hannes Plank den eigentlichen Sinn der Therapiestunden.

Verlernen sollen die Patienten aber auch das nicht, worauf die Kärntner so stolz sind: das Singen. Einmal im Monat wird deshalb "g sungan und g spült". Und einmal pro Woche ist Musiktherapie angesagt. Eine eigens engagierte Truppe lässt die alten Menschen Rhythmus üben, wofür Trommeln und Percussions eingesetzt werden.
Das Tiere in der Therapie eine wesentliche Rolle spielen, ist bewiesen. Dass diese für die Therapie auch tatsächlich eingesetzt werden, kommt weniger oft vor. Anders im LKH Villach: Zwei Hunde gehören sozusagen mit zum Team. Zu gewissen Stunden werden sie auf die Abteilung gebracht. Die Patienten können sie halten, streicheln oder mit ihnen spazieren gehen. "Viele Menschen waren es gewöhnt ein Haustier zu haben", so Plank. "Sie leben richtig auf, wenn sie ein Tier betreuen können."
Die Medizinsch-Geriatrische Abteilung hat eines sicherlich geschafft: Neben der hervorragenden akuten medizinschen Versorgung wird auf den "Menschen" nicht vergessen und viel Zeit für seine Bedürfnisse investiert.
